Dafür stehe ich

DAS ARBEITSPROGRAMM VON ARNO JESSE FÜR DIE NÄCHSTEN SIEBEN JAHRE

Viel wurde erreicht in den letzten sieben Jahren. Unsere Stadt hat sich verändert und ist in vielen Bereichen Vorzeigestadt geworden. Daran soll und muss weiter gearbeitet werden. Wie vor sieben Jahren sind es klare, überprüfbare Ziele und Arbeitsschwerpunkte, für die ich, Arno Jesse, stehe – transparent und für alle nachvollziehbar. Ausgehend von den Handlungsmaximen.

Bewegen, nicht bremsen

Verbinden, nicht spalten

Machen, nicht abwarten

habe ich wieder ein Arbeitsprogramm erstellt, ein Programm, um unsere Stadt gut durch das Jahrzehnt zu führen.

Bewegen, nicht bremsen

Innenstadt neu denken

Die Innenstadt ist das Herz der ganzen Stadt. Obwohl der Einzelhandel einem großen Veränderungsprozess ausgesetzt ist, darf nicht tatenlos zugesehen werden. Die ersten Ansätze müssen gemeinsam mit den Anliegern der Innenstadt weitergedacht und umgesetzt werden. Neues Denken ist hier angesagt:

  • Aufstellen eines zukunftssicheren Planes zur Wiederbelebung unser Innenstadt
  • Unterstützung der Gewerbetreibenden bei der Gründung einer Interessensgemeinschaft Innenstadt
  • Ansiedlung des Drogeriemarktes absichern
  • Aus- und Umbau des alten Ratskellers zur öffentlichen Bibliothek
  • AWO-Treffpunkt und Jugendbüro in der Innenstadt weiter unterstützen

Öffentlichen Nahverkehr weiter ausbauen

Der Öffentliche Nahverkehr hat in den letzten Jahren für Brandis und die Ortsteile eine kaum zu glaubende Entwicklung genommen: aus der Vision des Stadtbusses ist Realität geworden. Kein Grund, das Angebot im Öffentlichen Nahverkehr nicht weiter auszubauen:

  • Stadtbuslinie absichern und über die Pilotphase hinaus verstetigen
  • alle Ortsteile für den ÖPNV zugänglich machen
  • bessere Anbindungen auch in den Abendstunden
  • Unterstützung für die S-Bahn-Anbindung Leipzig-Beucha-Grimma
  • Reaktivierung der Bahnstrecke Beucha-Brandis
  • Umsetzung des Projektes Partheland Mobil mit E-Car-Sharing Angeboten

Chancen des Tourismus für Brandis nutzen

Von vielen noch gar nicht richtig bemerkt, sind wir seit sieben Jahren im Bereich Tourismus sehr aktiv: als Mitglied des Tourismusvereins Neuseenland und Geopark Porphyrland sind die konzeptionellen Grundlagen geschaffen. Dies muss in den nächsten Jahren umgesetzt werden:

  • Wander- und Radwege ausbauen und ausschildern
  • Potenziale des Klettersteiges im Ost- und Westbruch nutzen
  • Albrechtshainer See in Beucha gemeinsam mit der Stadt Naunhof aufwerten, um ihn für Freizeit und Erholung besser entwickeln zu können
  • Wohnmobil-Stellplatz in Beucha einrichten
  • Chance des Geoparks Porphyrland verstärkt ausschöpfen
  • Einrichtung eines Geoportals im Kulturhaus Beucha
  • zukünftige Bibliothek im Alten Ratskeller um Tourist-Info erweitern
  • Nutzung der Potentiale des Nationalen Geotops Beuchaer Wehrkirche für die ganze Stadt

Verbinden, nicht spalten

Bürgerbeteiligung weiter stärken

Brandis ist bundesweit Vorbildkommune für bürgerschaftliches Engagement und offenes Verwaltungshandeln, eine großartige Voraussetzung, darauf weiter aufzubauen:

  • Bürgern mehr Verantwortung übergeben – jährlichen Bürgerhaushalt schaffen
  • Aktivitäten der Mit-Mach-Stadt auch durch die Verwaltung aktiv unterstützen
  • neue Formen der Bürgerbeteiligung, ob OnlineBefragung, Fokusgruppen oder gar über Planungszellen (per Zufall ausgewählte Bürger) nutzen
  • Jugendbeteiligung stärken – auch in den Ortsteilen und einen Jugendbeauftragten einsetzen
  • Jugendparlament fördern
  • Aktualisieren und Weiterschreiben des Leitbildes

Kultur und Sport beleben, Gemeinschaft stärken

Mit der Sport- sowie der Kulturförderrichtlinie haben wir in den letzten Jahren zwei hervorragende Instrumente zur Förderung des Sports und der Kultur geschaffen. Auf dieser Basis lässt sich aufbauen:

  • Sanierung veralteter Sportanlagen
  • Erhaltung und Absicherung der Kultur- und Sportförderrichtlinie
  • Chance der zukünftigen Bibliothek im Alten Ratskeller nutzen
  • Förderung und Unterstützung von Nutzungskonzepten für Kultur- und Vereinsstätten auch in den Ortsteilen, wie das Kulturhaus in Beucha oder das Gemeindeamt in Polenz
  • alten Bahnhofsvorplatz in Brandis gemeinsam neu entwickeln, vielleicht als Jugendbeteiligungsprojekt

Natur und Umweltschutz

Nicht erst seit Greta Thunberg stehen Klima- und Umweltthemen auf der Agenda der Stadt Brandis. Seit 2014 sind wir „100ee-Starterregion“- Erneuerbare-Energien, seit 2017 haben wir ein integriertes Klimaschutzkonzept, seit diesem Jahr sind wir pestizidfreie Kommune. All dies muss verstärkt werden:

  • Ausarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes für Blühwiesen
  • bienenfördernder Umgang mit kommunalen Flächen
  • Initiierung eines interkommunalen Projekts zur Biodiversität
  • deutlicher Ausbau von Photovoltaik-Anlagen an kommunalen Liegenschaften
  • Umsetzung des Projektes Partheland Mobil mit E-Car-Sharing Angeboten
  • weiteres Abholzen des Baumbestandes bei neuen Bauvorhaben, z.B. in Waldsteinberg verhindern

Machen, nicht abwarten

Infrastruktur stärken und den digitalen Wandel begleiten

Das Herz jeder Stadtentwicklung ist deren Infrastruktur. Ob Breitband oder Straßenbau, ob Öffentlicher Nahverkehr oder die Digitalisierung der Verwaltung – viel ist hier in den letzten Jahren geschaffen worden. Daran muss weitergearbeitet werden:

  • Straßenausbau muss trotz knapper Kassen schrittweise weitergeführt werden
  • Der Radweg Brandis-Polenz muss endlich Realität und die schon konzipierten Planungen umgesetzt werden
  • Die letzten „weißen Flecken“ der Breitbandversorgung sind durch die Breitband GmbH des Landkreises zu schließen
  • Verwaltungsprozesse sollen komplett online gestellt und Transparenz gewährleistet werden
  • Gewerbegebiet Waldpolenz soll weiter ausgebaut und vermarktet werden

Schulstandort sichern

Der Stadtrat hat sich eindeutig zum Schulstandort bekannt. Nach dem Kitabau in Brandis gilt es jetzt, alle Möglichkeiten der Förderung zu nutzen, um nun vor allem den Schulcampus zu stärken:

  • mehr Klassenräume für unsere Oberschule und das Gymnasium
  • Bau einer Aula und eines neuen Hauses 3 für das Gymnasium
  • Neubau einer Mensa für den Schulcampus
  • Stärkung der Schulsozialarbeit auch für Grundschulen
  • Digitale Klassenzimmer einrichten, Digitalpakt in Brandis umsetzen
  • Sanierung der Schulsportplätze

Waldsteinberg als grünen Wohnstandort erhalten

Waldsteinberg ist der grüne, attraktive Wohnstandort unserer Stadt. Ein neues Leitbild in Bezug auf die zukünftige Bebauung haben wir uns gegeben, jetzt müssen weitere Taten folgen:

  • weiteres Abholzen des Baumbestandes bei neuen Bauvorhaben so weit wie möglich verhindern, die Brandiser Baumschutzordnung anpassen, um den vorhandenen Baumbestand besser zu schützen
  • Gewässerunterhaltung und Hochwasserschutz weiter sichern
  • Nachhaltige Straßensanierung sensibel umsetzen
  • Straßenausbau muss schrittweise weiter durchgeführt werden, als nächstes sind der Fasanenweg und der Lönsweg dran

Zukunftsthemen besetzen – nach vorne schauen

In vielerlei Hinsicht ist Brandis Vorzeigestadt. Bundesweit haben wir in den letzten Jahren dafür Anerkennung erhalten. Dies motiviert und ist zugleich Auftrag, Brandis auch in den nächsten Jahren weiterzudenken:

  • Umbau des alten Kulturhauses Beucha zum CoWorking-Space und Stadt-Land-Labor
  • Smart-Cities-Projekte und das Zukunftsquartier Beucha umsetzen
  • interkommunale Zusammenarbeit mit dem Aktionsraum Partheland intensivieren
  • neue Wohnformen, ob sozialer Wohnungsbau, Ökodorf oder Tiny House, in unserer Stadt fördern